REGIONAL
UND BIO
Respektvoll miteinander teilen
mit Brot am Haken

Eine so einfache wie wirkungsvolle Idee, die aus Italien stammt. In Neapel gibt es seit über 100 Jahren den „caffè sospeso“ den aufgeschobenen Kaffee. Man bestellt an der Bar einen zusätzlichen Kaffee, aber nicht für sich selbst, sondern für eine Person, die ihn sich nicht leisten kann.

Und auch ‚Brot am Haken‘ funktioniert nach diesem einfachen Prinzip. Der Bon des zusätzlichen Brotes, Kaffees oder der Brez’n wird als Gutschein an das Hakenbrett gehängt. Und ermöglicht es einem Menschen, der nicht so viel hat, oder auch nur sein Geld an dem Tag vergessen hat, diesen Bon einzutauschen. Auch an unseren drei Standorten gibt es dieses Hakenbrett. Eine simple, nachbarschaftliche Hilfe, die ganz einfach geleistet werden kann.

 

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Erhaltung der regionalen Küche

Wir sind Fördermitglied von Slow Food Deutschland e.V.. Die Organisation wurde 1986 in Italien gegründet, als Gegenbewegung zum globalen und uniformierten Fastfood.

Slow Food kämpft für die Erhaltung der regionalen Küche mit heimischen pflanzlichen und tierischen Produkten und stärkt die lokale Produktion dieser Produkte. Die Produkte sollen authentischen Charakter haben – regional und saisonal und auf traditionelle Weise hergestellt und genossen werden.

Diese Lebensmittel stärken die regionalen Wirtschaftskreisläufe und binden die Menschen, nämlich die Kosumenten dieser Produkte wieder mehr an die Region.

Der Gründer Carlo Petrini definierte die Grundbegriffe: buono, pulito e giusto – gut, sauber und fair, als Maßstab, an denen sich die Produkte und die Herstellung der Lebensmittel messen lassen müssen.

Wir unterstützen diesen Gedanken und leben ihn. Durch den engen Austausch mit den regionalen Produzenten können wir auf die saisonalen Produkte zugreifen und erfahren hautnah wie sich die Produkte entwickeln und auf die umgebenden Bedingungen reagieren. Und können auf das saisonal und regionale Angebot eingehen. Deshalb gibt es die Beeren, das Obst für unsere Tartes feldfrisch und auch nur dann, wenn sie in der Region Saison haben.

Auf dem Billesberger Hof werden wieder alte Getreidesorten angebaut, die teilweise kaum mehr verwendet werden. Wir haben damit begonnen, mit diesen Mehlen zu arbeiten.

Unsere Milch stammt von Milchkühen, die mit Heumilch ohne Silage gefüttert werden. Die Kühe dafür stehen nicht im Stall, sondern auf der Weide. und sind damit gleichzeitig Landschaftspfleger.

 

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Weitergabe des Bäcker-Wissens

Bäckereisterben, Nachwuchssorgen, Backshops und Fertigmischungen. Das Bäckerhandwerk ist auf vielen Ebenen bedroht. Deshalb haben wir uns den Freien Bäckern angeschlossen. Die Kollegen und Kolleginnen haben sich Gedanken gemacht, wie denn das Handwerk wieder an Wert gewinnen kann und Nachwuchs dafür gefunden wird. Dazu haben sie ein Leitbild basierend auf einem Wertekanon entworfen, der von den Mitgliedern gelebt und weiterentwickelt wird.

Zeit für Verantwortung ist der Untertitel, es ist an der Zeit, sich sowohl wieder Zeit zu nehmen ( und das ist ja auch der Claim der Lokalbäckerei Brotzeit: ‚Kommt Zeit, kommt Brot’)  als auch Verantwortung zu übernehmen. Dazu gehört auch die Verantwortung für eine ganzheitliche Qualität und die handwerkliche Herstellung von Lebens – Mitteln. Verantwortung für Erhaltung, Entwicklung und Weitergabe des Bäcker-Wissens. Verantwortung für eine Wertschätzungskette, das fängt beim Saatgut an und geht bis zum fertigen Brot. Und auch die soziale, faire Unternehmenskultur und ein am Gemeinwohl verpflichtetes Handwerk gehören zu diesem Wertekanon.

 

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Erhalt der bäuerlich-handwerklichen Lebensmittelvielfalt

Die Genussgemeinschaft ist eine aktive Community aus Mitgliedern unterschiedlichen Alters und Berufen. Sie sind alle ehrenamtlich unterwegs und stemmen Veranstaltungen rund um das Thema Lebensmittelproduktion, Kurse bei Produzenten und organisieren Einkaufsgemeinschaften auf professionellem Niveau.

Auf der Webseite findet man die Porträts der Produzenten – wozu auch wir gehören – und die verschiedenen Einkaufsgemeinschaften, dazu Reisetipps und Rezepte. Auch wer sich finanziell durch Genussscheine an einem Betrieb beteiligen will, findet hier Vorschläge.

Bei der Genussgemeinschaft haben wir sehr viele Gemeinsamkeiten und Überschneidungen mit unseren Vorstellungen von einem verantwortlichen Arbeiten gefunden: Regionale Wirtschaftskreisläufe, mündige Verbraucher, die zu Ko-Produzenten werden, Erhalten der Lebensmittelvielfalt, Wirtschaften auf Basis des Slow Food Gedankens – gut, sauber, fair.

 

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Coffee-to-Go im Becher, der bleibt

Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Jeder kennt die erschreckend großen Müllberge an weggeworfenen Kaffeebechern. In Deutschland sind es jedes Jahr ca. 2,8 Milliarden Einwegbecher, 320.000 pro Stunde.

In Rosenheim wurden 2016 Nägel mit Köpfen gemacht. Und das Pfandbechersystem Recup gegründet. Kaffee zum Mitnehmen gehört für viele zum Alltag und damit auch der Einwegbecher. Dieser verbraucht bei der Produktion jede Menge Ressourcen und kann nicht wiederverwertet werden.

Bei Recup bleibt der Becher im Kreislauf. Mit 1 Euro Pfand ist man dabei. Dafür bekommt man in einem der Partnerläden einen Kaffeebecher. Wenn der Becher leer ist, wirft man ihn selbstverständlich nicht weg, sondern bringt ihn zu einem der beteiligten Cafés/Partnergeschäften. Dort wird der Becher dann gereinigt und kann natürlich wieder gefüllt werden. Vorteil für den Kaffeetrinker: er zahlt weniger für den Kaffee, hilft der Umwelt, vermeidet Müll.

Die Vision des Unternehmen: die Coffee-to-go Philosophie aufrechterhalten, überall genußvoll Kaffee trinken möglich zu machen – aber nirgends mehr Einwegbecher.

Das hat uns überzeugt, weshalb man auch bei uns die Recup Becher kaufen und wiederbefüllen lassen kann. Auch wir versuchen zum Beispiel mit unserer Kundenkarte unsere Kunden zum Weiterverwenden der Semmeltüten oder Benutzen der Stofftasche zu animieren.

 

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